Erfolgreiche Einführung einer Balanced Scorecard Software

Welche Kriterien sind dabei zu beachten?

Hat sich ein Unternehmen dazu entschlossen, das Konzept der BSC einzuführen, ist der nächste Schritt, sich Gedanken über eine passende Software zu machen. Die Ermittlung kann sich allerdings sehr aufwendig gestalten, da sich die Applikationen sowohl in technischer als auch in funktionaler Hinsicht unterscheiden.

Die passende Softwarelösung auszuwählen ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor bei der BSC-Einführung. Hierbei gibt es einige wichtige Entscheidungskriterien, welche bei der Bewertung und Auswahl von BSC-Systemen helfen können:

Anbieter und Produkt

In einem ersten Schritt sollte sich ein Unternehmen über Softwareanbieter und Produkte informieren. Expertise und Erfahrung des Anbieters sowie Kosten und Zukunftsaussichten des Produkts variieren stark. Außerdem können zu den Anschaffungskosten noch weitere Kosten für Lizenzen, Support (Hotlines und Wartung) oder „customising“ anfallen.

Service

Hier zählt die Betreuung der Anwender (Remote, Vor-Ort, Schulungen, Hotline, etc.). Dies kann besonders für Unternehmen, die keine eigene IT-Abteilung mit Spezialisten haben, entscheidend sein. Zudem muss überprüft werden, ob der Anbieter auch fachliche Beratung durchführt oder sich nur auf die Entwicklung und Bereitstellung der Software beschränkt. 

Verbindung zu anderen Managementsystemen

Eine BSC kann zum Beispiel mit dem Risikomanagement oder dem Qualitätsmanagement lohnend verbunden werden. Grundsätzlich sollte überlegt werden, ob die Software diese Möglichkeit bereitstellen muss. Auch wenn es zum gegebenen Zeitpunkt vielleicht noch nicht nötig ist, kann es zu einem späteren erforderlich werden.

Darstellung

Ein BSC-System soll einfach, benutzerfreundlich und dem Look-and-Feel der sonst im Unternehmen genutzten Software entsprechen.

Fachliche Funktionalität im Bereich BSC

Dies ist ein essentielles Kriterium, da die Software zur Umsetzung der BSC eingesetzt werden soll.
Dabei können verschiedenen Fragestellungen entscheidend sein:

  • Ist es möglich, neben den vier Hauptperspektiven weitere anzulegen?
  • Wie sieht die Darstellung und Kommentierbarkeit der einzelnen Elemente aus?
  • Ist es möglich, verschiedene Bereichs- bzw. Abteilungs-BSCs zu erstellen?
  • Strebt ein Unternehmen eine Verknüpfung der BSC mit einem Data Warehouse an?*

Technische Funktionalität

Dieses Kriterium beinhaltet die Einbettung der Software in gegebene Systemlandschaften und die Kommunikationsmöglichkeiten zwischen den Anwendern (via E-Mail oder Internet). Ist eine Skalierbarkeit der Software (Anpassbarkeit der Anwendung auf unterschiedliche Anwenderzahlen) möglich? Mehrsprachigkeit ist eine weitere häufig gestellte Anforderung.

Reporting

In welcher Form will ein Unternehmen die Berichte darstellen? Berichtsinhalt kann die BSC mit ihren Zielen, Kennzahlen und Maßnahmen, aber auch der Vergleich von Werten verschiedener Organisationseinheiten oder Zeiträume sein. Vom Anwender individuell erstellbare Berichte erhöhen den Nutzwert der BSC-Software.

Sicherheit

Da eine BSC-Software oft nicht nur von einer Person bedient wird und vielleicht auch mit dem Internet oder Intranet verbunden ist, muss sich das Unternehmen mit der Frage der Sicherheit beschäftigen. Sie bezieht die Möglichkeit der Zugriffskontrolle und die Zuweisung von Berechtigungen sowie die Protokollierung von Anwendertätigkeiten mit ein.

Fazit

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass nur ein qualitativ hochwertiges BSC-System ein Unternehmen bei der Strategieumsetzung unterstützen kann. Basieren die Kennzahlen auf unklaren oder ungenauen Berechnungen, wird in jedem Strategie-Meeting wahrscheinlich über falsche Kennzahlen diskutiert. Nur verlässliche Kennzahlen geben eine klare Orientierung und motivieren die Mitarbeiter.

solBSC erfüllt alle zuvor erläuterten Kriterien bestmöglich und erlaubt individuelle Lösungen für jedes Problem. Bereichs-BSCs, Berechtigungen, Kommentare oder Beschreibungen können sehr einfach erstellt und verwaltet werden. Wird das BSC-System zudem mit einem Data Warehouse verknüpft, werden die Analysen noch exakter und effizienter. Schnelle Gegenüberstellungen und Analysen von Kennzahlen mit aktuellen Daten stellen kein Problem mehr dar und unterstützen das Unternehmen noch effizienter bei der Realisierung der Vision.

* Aggregierte Kennzahlen und Messwerte können bis auf Detaildaten verfolgt werden.

Autoren: Tobias Mayr + Konrad Linner