Native, hybride oder mobile Web-App

Wie finden Sie Ihre ideale Lösung?

Vor dem Start in das Projekt „Mobile App“ steht meist die Plattform-Frage: Native für Android, für iOS - oder gar für alle Plattformen? Auch eine Kombination dieser beiden Strategien (Hybrid-App) bietet sich in manchen Szenarien an. Wichtige Kriterien für die Entscheidung sind
  • das verfügbare Budget
  • die potentiellen Benutzer und deren Erwartungen
  • die eigenen Anforderungen (geräteabhängige Funktionen,…) 

Allgemein lässt sich sagen, dass native Apps zur größten Benutzerzufriedenheit führen und die meisten Möglichkeiten bieten, Web-Apps wiederum ermöglichen bestmögliche Flexibilität hinsichtlich Updates und Geräteunterstützung. Auf jeden Fall sollte die Entscheidung gründlich überdacht sein, denn hier wird der Grundstein für eine hoffentlich erfolgreiche App gelegt.

Native App

Apps aus dem Appstore der jeweiligen Plattform – damit sind die NutzerInnen täglich konfrontiert und entwickeln so Vorstellungen und Wünsche darüber, wie sich eine App zu verhalten hat. Das zufriedenstellende Gefühl einer flüssig laufenden nativen App wird man in 99% der Fälle auch nur mit einer gänzlich nativen Lösung erreichen. Vor allem Applikationen, die für die breite Masse gedacht sind, sollten trotz des höheren Aufwandes auf diesem Weg entwickelt werden. Sie als AnbieterIn profitieren außerdem von weiteren Vorteilen wie etwa den hervorragenden Vertriebsmöglichkeiten der Appstores oder In-App-Einkäufen.

Mobile Web-App

Mobile Web-Apps sind Web-Applikationen, die für die Verwendung mit dem Browser auf Smartphones und Tablets optimiert sind. UI-Elemente werden „touch“-tauglich gemacht und gängige Gesten (Swipe, Tap and Hold)  werden ebenfalls unterstützt. Die großen Vorteile: breite Verfügbarkeit in allen modernen Browsern und Geräten, einfache Updates ohne Appstore sowie Ersparnis von viel Zeit und Geld bei gleichzeitig guter „user-experience“.

Der größte Nachteil ist, dass die App nicht im Appstore angeboten wird. Es ist zu bezweifeln, ob ebenso viele User eine Applikation über den Browser finden, wie wenn sie im Store gelistet wäre. Dieses Manko ist einer der Hauptgründe dafür, dass es eine weitere Art von Apps gibt, sogenannte Hybride.

Hybrid

Hybrid-Apps versuchen, die Vorteile beider Welten zu vereinen. Der Appstore kann genutzt werden, es stehen zum Teil native Komponenten zur Verfügung und gleichzeitig wird versucht, möglichst viel Quellcode für alle Plattformen wiederzuverwenden. Zur Entwicklung dieser Art von Anwendungen wird entweder eine Web-App innerhalb einer nativen Applikation angezeigt, oder es werden spezielle Frameworks verwendet.

Leider wird man zum Teil auch mit den Nachteilen aus beiden Welten konfrontiert. Vor allem ist es nicht wirklich möglich, plattformübergreifend das gewohnte Look-and-Feel zu bieten. Vielmehr wird oft eine native App vorgegaukelt, welche sich eher wie eine Web-App verhält. Oft sorgt dies für Verwirrung und Abneigung auf Seiten der Nutzer, weshalb hier aus Sicht des Autors doch besser eine Abgrenzung zwischen nativen Apps und Web-Apps bestehen bleiben sollte.

Fazit

Ein schneller Start gelingt mit einer mobilen Web-App oder Hybrid-App, bei höheren Anforderungen an Qualität und Features macht sich der größere Aufwand von nativen Apps bezahlt. Lesen Sie unser ausführliches White-Paper.

Autor: Dominik Prilmüller, Web- und Software Developer