Wie wird Ihr erfolgreiches BI System zum erfolgreichen Planungsinstrument?

Mit BI Systemen planen – wie geht das?

  „Was ist passiert?“ „Wann ist es passiert?“ „In welchem Umfang ist es passiert?“

Business Intelligence (BI) hat das Ziel, Antworten auf genau diese Fragen herauszufinden.  

Erstellen von Berichten (KPIs), automatisiertes Monitoring/Benachrichtigen, Dashboards, Scorecards, OLAP Analysen (Würfel, Slicing, Dicing und Drill-Operationen) und Ad-hoc-Abfragen sind dem Thema Business Intelligence zugeschrieben.      

BI bedeutet, vergangene Daten systematisch zu analysieren. Nun kennen Sie die Vergangenheit. Doch jetzt wollen Sie planen, wohin die Reise in Zukunft gehen soll. Sie möchten Ziele definieren, steuern und überwachen. BI Werkzeuge haben keine Planungsfunktion und können das daher nicht bewerkstelligen.

Die erste Frage, die Sie sich daher stellen werden, ist, ob Sie ein automatisches Vorhersage-System (auf Basis von statistischen Prognosemodellen) oder „manuell“ generierte Soll-Daten Erfassung (auf Basis eines Planungssystems) integrieren wollen. Bevor die Möglichkeiten der Integration eines Planungssystems beschrieben werden, möchten wir den Unterschied zwischen Vorhersage und Planung definieren.

VorhersagenErmittlung zukünftiger Zustände durch eine Fortschreibung von Vergangenheitswerten oder mit Hilfe von diversen Berechnungsmodellen (z.B. Kausalmodell)
PlanungIndividuelle Ermittlung der Planwerte, die von prognostizierten Werten auch dementsprechend abweichen. Sie verfolgen das Ziel, MitarbeiterInnen zu steuern und zu beeinflussen.
Planung...
… ist ein Hilfsmittel zur Zielerreichung… ist zukunftsorientiert
… enthält eine systematische Abfolge… benötigt viele Informationen

Die Grenzen von BI

Viele der gängigen BI Werkzeuge haben bereits statistische Funktionen wie zum Beispiel Lineare Regression integriert. Dadurch lassen sich einfache Prognosen mit geringer Voraussagekraft in ihren Berichten mit anzeigen. Viel schwerer wird es bereits, wenn Sie exakte Prognosen rechnen wollen. Die meisten BI Werkzeuge können diese Aufgabe nicht meistern, da sie keine Möglichkeit enthalten, statistische Modelle zu erstellen.
Planungsdaten in einen Bericht einzugeben, ist fast unmöglich. Es gibt nur wenige Systeme, die Plandaten erfassen können.
Jetzt stehen Sie vor einem Problem. Sie möchten Ihr bereits erfolgreiches BI System nicht durch ein neues Tool ablösen. Gleich dem Spruch „Never Change A Winning Team“ sehen Sie auch keinen Grund, die hohen Migrationskosten ihrer Berichte in Kauf zu nehmen. Sie möchten Ihr bestehendes BI System behalten und dieses um eine Planungsfunktion erweitern.

Also wäre die logische Entscheidung, ein eigenes Planungswerkzeug zu kaufen. Jetzt schaffen Sie zwei geschlossene Systeme, die nur durch einen fehleranfälligen Datenexport/-import aufeinander abgestimmt werden können.

Die Lösung

Somit ergibt sich nur eine einzige richtige Vorgehensweise. Erweitern Sie Ihre BI-Architektur, sodass das bestehende BI System und ein neues Planungstool auf einen gemeinsamen Data Mart zugreifen können!

Fazit

Mit Erweiterung Ihrer BI-Architektur und der Schaffung einer konsistenten und allumfassenden Datenbasis können Sie Ihr erfolgreiches BI Tool behalten und ein neues Planungstool implementieren. So können Sie die gesamtunternehmerische Entwicklung zielgerichtet planen und Ihr Unternehmen effektiv steuern.

Autor

Tobias Mayr, MSc