Gute User-Experience für das Management

Dashboards und Reports mit Microsoft PowerBI

Bereits seit 2003 versucht Windows sich am Business Intelligence Markt zu behaupten. Damals starteten sie ihren SQL Server Reporting Service (SSRS), mit welchem statische Reports erstellt werden konnten. Um 2010 begann die Entwicklung des Projekts Crescent, das dann letztendlich am 24. Juli 2015 unter dem Namen PowerBI für die breite Öffentlichkeit bereitgestellt wurde.

Die neue Plattform bietet nun Lösungen von der Datenintegration über Datenmodellierung bis hin zur Datenvisualisierung. Zuvor war dies noch in verschiedene Services (SSIS, SSAS, SSRS) unterteilt. Bei PowerBI handelt es sich um ein SaaS, das nicht mehr selbst auf einem SQL Server betrieben werden kann. Die On-Premise Möglichkeit bleibt jedoch durch den Report Server des Power BI Premium Angebots erhalten.

Ein weiterer Unterschied zu den alten Lösungen ist, dass der neue Service monatlich automatisch mit Updates erweitert wird und so neue Funktionen im Dienst verfügbar sind. Außerdem kann über die Priorisierung der neuen Features und Änderungen abgestimmt und somit aktiv auf die Entwicklung Einfluss genommen werden. (https://ideas.powerbi.com/)

Funktionen und Benutzer

PowerBI richtet sich zugleich an verschiedene AnwenderInnen: Einerseits an die EndanwenderInnen, die die Möglichkeit haben, auf fertige Reports zuzugreifen, andererseits an EntwicklerInnen und DesignerInnen, die unter Verwendung von Arbeitsbereichen Dashboards und Berichte entwickeln können. Ebenso richtet sich PowerBI an Administratoren, die Berechtigungen von Usern und Gruppen verwalten können.

Die Plattform unterteilt sich in den Service (Web) und das Desktop Tool (Offline). Nach Bereitstellung der Daten lassen sich, von Manager bis Entwickler über einfaches Drag & Drop, umfassende Darstellungsmöglichkeiten filtern und anordnen. In der ersten Abbildung können die Unterschiede in den Features und Merkmalen der beiden Tools verglichen werden.

Darstellungsmöglichkeiten

Die Darstellung der Informationen erfolgt über Dashboards, die in kleine Kacheln aufgeteilt werden. Diese können wiederum mit einfachen KPIs oder aber mit aussagekräftigen Grafiken wie Charts und Maps gefüllt werden. Das Ganze kann dann auch jederzeit unterwegs auf den nativen Mobile Apps (Android, iOS) angesehen werden.

Preismodelle

Verschiedene Preismodelle von Microsoft ermöglichen die Verwendung nicht nur den Großkunden, sondern auch kleineren Unternehmen. PowerBI Desktop ist in jedem Fall frei zugänglich, es ist jedoch nur für das Modellieren und Designen gedacht. Für das Teilen und Betrachten der Reports ist es nicht vorgesehen. PowerBI Pro ist für für 9.99$ pro User und Monat erhältlich und mit nur einem dieser User kann bereits das PowerBI Service-Webportal benutzt werden.

Die etwas teurere Variante ist Power BI Premium mit unbegrenzten Usern und zusätzlich dem On-Premise Report Server für einen lokalen Webservice. Das bringt jedoch wieder langsamere Release Cycles und Einbußen bei den vorhandenen Features mit sich. (https://docs.microsoft.com/de-de/power-bi/report-server/compare-report-server-service)

Ebenso gibt es für Independent Software Vendor und generell für EntwicklerInnen die Möglichkeit, die Embedded Variante zu nutzen, um die PowerBI Funktionen in selbstentwickelten Programmen zu verwenden. Damit kann maßgeschneiderte Software für die eigenen Kunden erstellt werden, ohne dafür eine aufwändige Analyseplattform von Null an entwickeln zu müssen.

Zusammenfassung

Microsoft hat es geschafft, eine umfangreiche Analytics BI Plattform auf dem Markt zu etablieren. Sie kennzeichnet sich durch eine extrem gute User Experience vom Manager bis hin zur Entwicklerin. Es können nahezu alle Arten von Datenquellen angebunden und in den Dashboards einfach und visuell ansprechend dargestellt werden.

Eine vollständige Timeline der Updates und neuen Features kann auf den folgenden Seiten gefunden werden:

Desktop: https://docs.microsoft.com/de-de/power-bi/desktop-latest-update-archive

Service: https://docs.microsoft.com/de-de/power-bi/service-whats-new

Autor: Stefan Endl